Roubini und Taleb sehen Blockchain und Kryptowährungen getrennt voneinander

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Der Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini und der Risikoanalyst Nassim Taleb haben auf der CoinGeek-Konferenz zum Rundumschlag gegen Kryptowährungen ausgeholt, während Krypto-Unternehmer Craig Wright im Rahmen der gleichen Podiumsdiskussion sein altbekanntes Loblid auf Bitcoin SV sang.

Taleb, der Autor der beiden erfolgreichen Wirtschaftsbücher „Black Swan“ und „Skin in the Game“, war schon im Vorfeld als Gast auf der CoinGeek-Konferenz in Zürich umstritten, nicht zuletzt, weil er in den sozialen Medien jüngst den umstrittenen Bitcoin-Ableger Bitcoin SV (BSV) gelobt und sich mit dessen Fürsprechern solidarisiert hatte.

Der berühmt-berüchtigte Krypto-Kritiker Roubini gab in der Diskussion die „Greatest Hits“ seiner Gegenargumente zum besten, die er schon auf anderen Konferenzen mehrfach angebracht hat.

„Bei Kryptowährungen gibt es keine Vertrauenswürdigkeit, keine Geldwäschebekämpfung (AML), keine Einholung von Kundeninformationen (KYC). Sie werden von Terroristen, Geldwäschern, Menschenhändlern, Steuerhinterziehern und sonstigen Kriminellen genutzt.“

Darüber hinaus wären Kryptowährungen völlig unnötig und würden keinerlei Mehrwert bieten, denn der Mehrwert, der aus der dezentralisierten Datenverarbeitung auf einem Blockchain-Netzwerk entsteht, wäre von diesen gänzlich unabhängig.

„Daten sind sehr wertvoll, sie sind das neue Öl“, wie Roubini dahingehend ausführt. Allerdings hätten „99 % der Fintech-Dienstleistungen nichts mit Kryptowährungen zu tun“. Vielmehr bräuchte es finanztechnische Anwendungen, die „Daten vertrauenswürdig speichern können, und offenlegen, wem was gehört und wer womit zahlt“.

Taleb schlug daraufhin in dieselbe Kerbe, indem auch er bekräftigte, dass die Datenverarbeitung von Blockchain-Netzwerken völlig getrennt von den zugehörigen Kryptowährungen gesehen werden müsse. Dies ließe sich allein schon daran erkennen, dass die Menschen, die Krypto-Anwendungen brauchen, und diejenigen, die diese nutzen, nicht deckungsgleich sind.

„Wer braucht Kryptowährungen? Kriminelle brauchen Kryptowährungen, nur dass sie eigentlich nicht für diese gedacht sind.“

Der Moderator hakte ein, und fragte Taleb daraufhin, ob „BTC überhaupt noch das ist, was der ursprüngliche Projektentwurf vorgesehen hatte“.

Der Risikoanalyst stimmte zu, dass Bitcoin in seiner jetzigen Form in der Tat nicht mehr der Idee aus dem Projektentwurf entspricht, aber dass „die digitale Währung, die im Whitepaper vorgesehen war, vielleicht gar nicht das ist, was wir brauchen“.

Craig Wright nutzte die Runde wiederum, um die angeblichen Vorzüge von BSV hervorzuheben, denn diese „war nie als Währung gedacht, sondern als digitales Bargeld“. Dem fügte er die mutige Behauptung an:

„In ein paar Jahren können wir eine Milliarde Transaktionen in nur einer Sekunde abwickeln, danach irgendwann sogar eine Billion.“

Die Bitcoin-Fans ergötzten sich am Gespräch der drei „Superschurken“ mit einer Mischung aus Schadenfreude und Verachtung, so schreibt ein Twitter-Nutzer zum Beispiel: „Habe den Stream nur mal kurz angemacht, um einen Daumen nach unten zu geben.“

Der Wright-Gegner Arther van Pelt nutzte die Gelegenheit ebenfalls um eine Spitze gegen seinen Erzfeind abzufeuern, indem er auf die geringe Zuschauerzahl der Podiumsdiskussion verwies und diese als „Clown-Show“ bezeichnete.




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